Nicht nur Sommer ist da, sondern auch der Max und das sind zwei gute Gründe hier mal wieder was zu schreiben. Seit letzten Donnerstag haben wir hochsommerliche Temperaturen, die es einen kaum ermöglichen für eine halbe Stunde im Garten zu sitzen, ohne das man droht zu denaturieren. Wer mit mir schon einmal im Urlaub war weiß, dass ich innerhalb von wenigen Stunden Sonneneinstrahlung die Farbe einer Südländerin annehme. Nachdem wir also schon Freitag im Garten gebraten haben, ging es am Samstag nach Ardgillan und zum Strand nach Skerries. Die die zwei Männer, Max und Chris, und ich sturmfreie Bude hatten, habe ich mir eine weibliche Person in Form von Britta ins Haus geholt und wir haben zu viert einen Grillabend gemacht, der dank Max Trinkspiel in einem einzigen Saufabend geendet hat.
Nachdem wir uns dann am Sonntagmorgen erstmal im Garten ausgenüchtert haben, ging es dann zum Strand um den Sonnenbrand zu pflegen.
Alles in allem ein tolles, warmes und erholsames Bankholiday Wochenende und das Beste ist, dass das Wetter noch so bleibt
...und Tina ist mit am Start!Ohja! Ich habe mir unfassbar teure Tickets für das Oxegen-Festival in Dublin erworben. Oxegen ist quasi der Rock am Ring in Irland und Britta und ich werden da sein.
Da das komplette 3Tages-Ticket mit Camping unbezahlbar ist und ich eh nicht so auf versiffte Zelte und tagelang nicht duschen stehe, haben wir uns für den uns besten Tag eine Karte gesichert, mit 99€ aber auch schon recht teuer. Aber was solls...mit Bands wie The Killers, Razorlight, Paolo Nutini, The Specials, The Ting Tings, White Lies und vielen mehr wird kann man so viel Geld schon mal bezahlen und ich freu mich auch schon sehr drauf.
Vor genau 2 Monaten und 4 Tagen wurde unsere Internet- und Telefonleitung durch eine Person, deren Namen ich nicht erwähnen will(fängt mit D an und hört mit anny auf), gekündigt. Die Rezession und damit der Kampf der Telefongesellschaften Kunden zu behalten bzw. neue Kunden zu erwerben, machen es möglich, dass die Wieder-Freischaltung der alten Telefonnummer und das Senden eines Routers eben 2 Monate dauert. Ich sag mal so, bei der deutschen Telekom hätte es nur halb so lang gedauert!
Aber da nörgeln ja nichts bringt, bin ich jetzt einfach nur noch froh wieder im Zeitalter der Telekommunikation angekommen zu sein. In der Zwischenzeit ist eine Menge passiert und deswegen lege ich jetzt mal gleich los. Doch erstmal ein kleiner Schnappschuss von mir und Kim, der gestern aufgenommen wurde, damit ihr wisst, wie ich momentan aussehe.
So wo fange ich denn mal an...
St. Patrick's Day
Der Nationalfeiertag der Iren liegt zwar nun schon länger zurück, dennoch will ich ihn hier erwähnen. Allerdings muss ich euch enttäuschen, denn auf die Parade nach Dublin habe ich es aufgrund von überhöhtem Alkoholkonsum am Vorabend nicht geschafft. Diesen habe ich mit Ulrike und Britta, dem damit dritten deutschen Aupair in Balbriggan, im Bruxelles, mein absolutes Lieblingspub in Dublin, verbracht. Am nächsten Tag ging es dann leicht verkatert mit Alex und den Kindern zur Balbrigganer Parade, bei der Clubs, Armee, Feuerwehr und Co. Mitlaufen. Da Balbriggan aber halt nicht Dublin ist, war das Spektakel schon nach einer Stunde um und ich konnte meinen Kater pflegen.
So híer mal ein kleiner Einblick von der Parade! Wer es bis zum Ende durchhält kriegt ein Küsschen von Alex!
Family, house and stuff
Nach viel Hin und Her, Konflikten und Ungewissheit kehrt im Hause Walsh etwas Ruhe ein. Wobei als Ruhe würde ich es nicht bezeichnen, sondern eher gewohntes Chaos. Doch von vorne...
Danny ist, nachdem er im März erstmal zu seinen Eltern gezogen ist, in ein kleines Cottage außerhalb von Balbriggan gezogen. Seit dem hatten Alex und ich eine Frauen-WG, die wir sehr genossen haben. Kim und David sind seit dem jede zweite Woche bei Danny und da am Mittwoch immer gewechselt wird, habe ich 2 Tage die Woche frei. So schön die Mädels-WG auch war, irgendwie muss ja Geld in die Kasse kommen und deshalb vermietet Alex jetzt den Speicher. Zunächst meldete sich auf die Anzeige im Internet Lindsay, ein dunkelhäutiger Rugby-Spieler, der hat allerdings im letzten Moment abgesagt und so wohnt jetzt Chris, ein 27jähriger Ire hier, der ab und zu seine zwei Kinder mitbringt. Wenn das Haus komplett ist geht's hier dann so richtig rund und das oben erwähnte Chaos tritt ein in Kombination mit einem unfassbaren Spaß und viel Gelächter. Der Einzug von Chris, dessen Deutschkenntnisse sich auf „Bitte, Danke und Nein“ beschränken, hat mir nicht nur einen Besuch im IKEA in Belfast beschert, sondern auch meinen englischen Wortschatz in Sachen Schimpfwörter sehr bereichert. Beispielsweise wären da zu nennen cunt, prick, pillowbiter und cockmuncher (die deutsche Übersetzung werde ich hier jetzt mal lieber nicht schreiben...).
„Wir bekommen Besuch!“
Nachdem Danis und Jens' Besuch im Oktober für ein halbes Jahr ungefolgt blieb, stürmen uns die Leute jetzt die Bude ein. Zunächst kam mein Bruder Micha (hier bekannt als Micki, Michael oder auch Muschi) für ein paar Tage vorbei, der sich in dem Haus der „crazy germans“ richtig wohl gefühlt hat. Danach kam dann unser kleiner italienischer Student Gennaro für 10 Tage, um sein Englisch zu verbessern. Leider war der arme Kerl mit den vielen Kindern, dem Lautstärkepegel und dem irischen Akzent nicht so ganz klar. Währenddessen kam Verena, eines der vorigen Aupairs zu Besuch, um die Taufe der Tochter einer Freundin hier zu feiern. Am 1.Mai habe ich dann selber einen Besuch in Deutschland abgestattet. Dabei hatte ich einen strammen Plan absolvieren müssen, von Familienbesuche, Kneipentour, Grillen, Geburtstag feiern, 1.Mai-Tour bis Freunde bei ihrem Wettkampf unterstützen war dieses Mal alles drin.
Seit 4 Tagen ist auch mein Kumpel Max hier. Er bleibt für einen Monat und geht zur Sprachschule, um sich auf seinen Pilotentest für die Lufthansa vorzubereiten. Für mich heißt das noch mehr Alkohol trinken, noch längere Nächte und noch mehr Spaß :-)
So das wars erstmal...glaub ich...Weitere Fotos kommen noch, wenn ich das USB-Kabel wieder finde *hehe* bis demnächst!
Vor einigen Wochen habe ich euch ja die Cadbury Werbung gezeigt und die ist hier bei der Jugend total der Hit und so kam Kim mit ihrem neuen SMS-Ton nach Hause, eigentlich total nervig, aber mit dem Gesicht dazu ist es einfach zum schießen.
1.Nacht mit zu wenig Schlaf
Dieses Wochende war defintiv nicht erholsam, sondern utterly exhausting! Es fing damit an, dass Alex und ich am Freitag Abend mit einem Glas Sekt auf den neuen Untermieter anstoßen wollten(der gestern leider doch abgesagt hat...), was letzten Endes bei 2 Flaschen Sekt und einer Flasche Berentzen geendet ist (Apropos: falls jemand vorhat mich zu besuchen, kann er vielleicht Berentzen mitbringen? ;-) ). 2.Nacht mit zu wenig Schlaf
Um 10 Uhr morgens weckte mich dann mein Arschloch-Wecker, denn ich hatte Kim versprochen mit ihr nach Dublin shoppen zu gehen, was im Prinzip kein Problem wäre, wenn ich mehr als 5 Stunden gschlafen hätte. So musste ich mich durch die Fußgängerzonen von Dublin quälen und doch als wir die 3.Staffel von Grey's Anatomy für nur 34€ gesehen haben, wurde ich plötzlich hellwach. Nachdem ich die 2.Staffel zu Weihnachten geschenkt bekommen habe und die 1.Staffel auch schon zu einen fantastischen Preis bekommen habe, besitze ich also jetzt auch Nummer 3.
Da der St.Patricks Day naht, konnten wir auch vor zwei grünen Hüten nicht halt machen...
Nachdem ich mich eigentlich schon seelisch und moralisch auf mein Bettchen gefreut habe, hatte Alex andere Pläne mit mir, denn sie wollte mir unbedingt den schwulen Komiker/Singer/Entertainer zeigen,den sie neulich gesehen hat und für äußerst gut empfunden hat. Und da ich so schlecht Nein sagen kann, saßen wir dann ein paar Stunden später fast einschlafend in diesem Pub und haben auf diesen Mann gewartet, den man schon von Weitem durch seine auffallende Stimme hören kann und nur für schwul befinden kann. Er hat also angefangen erstmal ein Lied zu singen und ich hatte mir gerade gedacht, dass er eine wirklich gute Stimme hat, als er mich ansah und auf mich zeigt und da wusste ich "Oh, oh- Das kann nix Gutes sein!" Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, dass dieser Abend ein Karaoke-Abend ist! (Edit für alle,die mich nicht kennen: ich hasse Karaoke! Ich hasse Singstar! Ich kann nicht singen und ich will nicht singen! Vorallem nicht vor 50 Leuten!) Dann passierte genau das, was ihr euch jetzt alle denkt! Ich werde auf die Bühne geholt und soll singen! Nachdem ich 5 Stunden geschlafen habe, 6 Stunden durch Dublin getigert bin, total übermüdet bin und eigentlich nur ins Bett will soll ich jetzt ein Liedchen singen??? In aller letzer Sekunde kann ich mich zwar nicht retten, aber mich trotzdem vor einer riesen Blamage retten, indem ich James den Entertainer bitte, die blonde Alex da hinten auf dem Barhocker auf die Bühne zu bitten, der ihr schadenfrohes Lachen plötzlich auch vergeht. Da noch ein dritter Deutscher im Raum ist singen wir dann zu dritt "99 airballons" - Ja richtig, auf Englisch! Den Text von uns kann keiner so richtig und wir drei waren froh, dass wir uns selbst nicht hören können! Ich habe mir währenddessen ernsthaft überlegt meine 50€ in 1€ Stücken geben zu lassen, um jedem Gast eine Art Schmerzensgeld zu geben, da sie das ertragen mussten.
Ein Gutes hatte die ganze Sache jedoch: Ich war hellwach!
Die 3.Nacht mit zu wenig Schlaf
Um 2 Uhr morgen zu Hause angekommen, ist uns dann in aller letzter Sekunde eingefallen, dass der 1.März der letzte Tag ist, an dem wir unseren geplanten Marathon absagen und auf nächstes Jahr verlegen lassen können. Was wir aufgrund von Geld- und Trainingsmangel auch noch mitten in der Nacht getan haben. Da es in der letzten Zeit einfach wichtigere Sachen gab, als regelmäßig mehr als 2 Stunden laufen zu gehen, kam die Vorbereitung zu kurz und da das Streckenprofil im Gegensatz zu unserer Leistungskurve keine Gerade ist, haben wir uns entschieden den Marathon nächstes Jahr mit einem kleinen Besuch meinerseits in Irland zu verbinden.
Snow Patrol live in Dublin
Das persönliche Highlight war dann das Konzert am Sonntag Abend. Obwohl wir ziemlich spät ankamen, standen wir doch ziemlich weit vorne und das Konzert war der Hammer. Sowohl die Show als auch die Band waren einfach klasse und ihre 50€ definitv wert!
Für einen kleinen Eindruck hier ein Videoausschnitt, leider nicht von mir. Ich habe zwar auch Videos gemacht, allerdings in einer schlechteren Qualität von daher sollte es dies hier auch tun:
Heute ist der Tag des Pfannkuchens! Dieser Tag wird aber nicht etwa gefeiert um einfach den Eierkuchen zu ehren (und ich sage nicht, dass er das nicht verdient hat!), sondern er ist der Tag andem schon seit Jahrhunderten Lebensmittel wie Eier und Milch aufgebraucht werden, damit sie während der Fastenzeit nicht vergammeln. Auch wenn wir nicht ab morgen fasten und obwohl David es nicht mag, gibt es heute Abend Pancakes! Ich werde wohl heute fasten, damit ich heute Abend mehr essen kann...
In der letzten Zeit gab es viel zu diskutieren. Welche Wohnsituation ist für die Kinder das Beste, welche ist bezahlbar und und und. Nach vielem hin und her stand fest, dass Alex, Kim David und Ich hier im Haus wohnen bleiben und den Speicher vermieten, um es bezahlbar zu machen. Die Kinder können so in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, müssen nicht die Schule wechseln und man muss sich nicht auf Wohnungssuche begeben, die sich aufgrund von Bella als sehr schwer erweisen könnte, denn Hunde darf man nur in seinem eigenen Haus halten.
Der Plan klingt also zwar nicht perfekt, aber durchaus durchführbar.
Leider meinte Kim gestern, nachdem sie vom Skiurlaub mit ihrem Daddy nach Hause kam, dass sie gerne zu ihm nach England ziehen will. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Gefühl nur von kurzer Dauer ist.
Wie ich es von meiner tollen Windows-Vista Wetteranzeige am rechten BIldschirmrand entnehmen kann, ist es in Deutschland kalt, nass und einfach nur ungemütlich. Nicht, dass ich schadenfroh bin, aber HIER ist es warm, sonnig und Frühling. Außerdem haben wir gerade eine Woche Ferien, weil das Schulhalbjahr vorbei ist. Gestern haben wir dann den wunderschönen Tag am Strand verbracht mit Lesen, Schaufeln, Picknick und Fußball.